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Vuca

VUCA steht für: Volatility – Uncertainty – Complexity – Ambiguity – auf deutsch: Volatilität/ Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität/ Mehrdeutigkeit

Bitte nehmen Sie auch die Dramatik dieses Worts wahr, so als ob die Business-Welt kurz vor dem Untergang stünde: “Hey, it’s crazy out there!” – so schrieb die Harvard Business Review im Januar 2014 im Zusammenhang mit “VUCA”.

Jetzt die etwas seriösere -– und nicht ganz so bissige – Version, die für Sie vermutlich nichts Neues ist … Wir leben in einem Umfeld, das geprägt ist von Beschleunigung, Dynamik, Digitalisierung, Vernetzung und Unsicherheit. Kunden und Wettbewerber werden schwerer erfassbar und wollen gleichzeitig individuell betrachtet und behandelt werden – zu immer geringeren Kosten. Gefordert sind Co-Creative Ansätze, die den Kunden und “Zulieferer” immer mehr in die Leistungserbringung einbeziehen – und damit Arbeitsweisen, die in hohem Maße flexible Kommunikation und wechselnde Konfiguration erfordern.

Volatil bedeutet: Fehlen von Stabilität und Vorhersehbarkeit. Die Geschwindigkeit, mit der sich etwas ändern kann, ist hoch.

Ungewiss bedeutet: In einem komplexen Umfeld sind Entwicklungen nicht mechanistisch vorhersehbar. Informationen sind oft “von gestern” und helfen nicht wirklich weiter, weil die Zukunft keine lineare Weiterentwicklung bisheriger Entwicklungen ist.

Komplex bedeutet: Es gibt viele miteinander vernetzte und dynamische Einflussfaktoren statt klarer Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.

Mehrdeutig bedeutet: Ambiguität/ Mehrdeutigkeit bezeichnet eine Situation, in der mehrere Bedeutungen und Interpretationen möglich sind. Ambiguität ist häufig auch korreliert mit “Ambivalenzen” und “Zielkonflikten”, z. B. in Entscheidungssituationen.

Unternehmensgrenzen verschwinden in internationalen Lieferketten und immer diverseren Arbeitsformen und -verhältnissen (vom Freelancer, über “Leiharbeiter” über Interims-Manager, langjährige Berater und Subunternehmer …). Mitarbeiter (egal in welchem “Arbeitsverhältnis”) sind der zentrale “Produktionsfaktor”, wollen sich aber nicht länger als Objekt im Management-Handeln, sondern als Subjekt mit Würde und Intelligenz auf Augenhöhe verstanden wissen, ansonsten stellen sie ihren “Kopf” und ihr Know-how anderen zur Verfügung, notfalls der “Konkurrenz”. Ansätze wie “New Work” oder “Arbeit 4.0” zeigen, dass Arbeit und Leistungserbringung neu gedacht werden müssen, will man Spitzenleistung erzielen und die Top-Performer an Bord bringen und halten.

All das schafft Zielkonflikte und Spannungsfelder, die mit klassischen Methoden nicht mehr beherrschbar sind. Daher brauchen wir “VUCA”-taugliche Methoden und Ansätze, die mit Komplexität und den anderen beschriebenen Faktoren wirksam und intelligent umgehen.

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